Mythos : Die Stadtbevölkerung muss das Problem des Klimawandels lösen

Europa wird es nicht ohne die volle Teilnahme und Mitwirkung der Landgemeinden schaffen, seinen Verpflichtungen zur Abschwächung des Klimawandels nachzukommen.Die Landbevölkerung muss nicht nur in der Lage sein, die richtige Energiewahl zu treffen, sondern die Landgemeinden müssen die meisten erneuerbaren Energien (von Windparks über Sonnenenergie bis hin zu Mikro-Blockheizkraftwerken) bereitwillig annehmen.

Meldungen

  • 10/05/2012

    Workshop: Wie gestalten Kommunen die Energiewende im ländlichen Raum?

    Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung und das  Netzwerk ländlicher Raum veranstalten am 18. und 19. Juni 2012 einen Workshop zum Thema Energiewende im ländlichen Raum. Die Veranstaltung geht der Frage nach, wie Kommunen die mit der Energiewende verbundenen Potenziale nutzen können, um nachhaltig Arbeitsplätze schaffen und Wachstum generieren zu können. Im Mittelpunkt des zweitägigen Workshops stehen dabei Fragen des Netzausbaus, raumplanerische Aspekte sowie Akzeptanzprobleme bei der Ansiedlung von Großprojekten.

    Weitere Informationen zur Anmeldung sowie die Einladung stehen auf den Seiten des Netzwerks  ländlicher Raum bereit.

  • 18/04/2012

    Preisverdächtig: Kommunaler Klimaschutz 2012

    Bereits zum vierten Mal organisiert das Bundesumweltministerium in Zusammenarbeit mit der servicestelle: kommunaler klimaschutz den Wettbewerb „Kommunaler Klimaschutz“. In drei Kategorien können noch bis zum 25. Mai 2012 Städte, Gemeinden, Landkreise und Regionen ihre Bewerbungen einreichen. Prämiert werden erfolgreich umgesetzte Maßnahmen, Strategien oder Aktionen, die in besonderem Maße zum Klimaschutz beigetragen haben. Die Sieger werden im Rahmen der Kommunalkonferenz, die vom 7.-8. November in Berlin stattfindet, bekanntgegeben. Insgesamt ist der Wettbewerb mit 240.000 € an Preisgeldern dotiert.

    Bewerbungsunterlagen und weitere Informationen finden Sie hier.

  • 04/04/2012

    53 Millionen Euro für die Strukturentwicklung des ländlichen Raumes

    Das Land Baden-Württemberg wird 2012 rund 53 Millionen Euro in die strukturelle Entwicklung des ländlichen Raumes investieren. Dies gab der für den ländlichen Raum zuständige Minister Alexander Bonde diese Woche bekannt. Im Rahmen des Entwicklungsprogramms ländlicher Raum (ELR) werden ländlich geprägte Gemeinden und Dörfer unterstützt, um deren Attraktivität als Lebens-, Wirtschafts- und Freizeitraum zu erhalten und auszubauen.

    Das Förderprogramm setzt dieses Jahr einen besonderen Schwerpunkt auf Maßnahmen zur Umsetzung klimaschutzpolitischer Ziele. Die Verwendung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, hohe Energieeffizienz oder eine umweltfreundliche Bauweise sind bei kommunalen Projekten zur Fördervoraussetzung geworden.

    Der Minister hob hervor, dass die Menschen im ländlichen Raum längst für Themen wie Energieeinsparung, den Einsatz erneuerbarer Energien, Ressourceneffizienz, Kraft-Wärme-Kopplung oder umweltfreundliche Bauweisen sensibilisiert seien. Durch die Entwicklung neuer Technologien in diesen Bereichen werde daher nicht nur ein Beitrag zum Klima- und Umweltschutz geleistet, sondern zudem die Wettbewerbsfähigkeit des ländlichen Raumes erhöht.

    Insgesamt werden 825 Projekte gefördert, von den sich 144 auf kommunale Vorhaben, 290 auf private Wohnbauprojekte und 391 auf Unternehmensförderungen verteilen.

  • 29/03/2012

    Kommunaler Klimaschutz: vorbildlich, innovativ und preisgekrönt

    Seit 2008 kürt die Agentur für erneuerbare Energien eine „Energie-Kommune des Monats“, um besonders vorbildliche Projekte des kommunalen Klimaschutzes bekannt zu machen. In diesem Monat wurde die brandenburgische Gemeinde Schipkau für ihre innovativen Projekte im Bereich erneuerbarer Energien prämiert.

    Als ehemaliges Braunkohlerevier ist die Region um die Gemeinde Schipkau ganz besonders vom Strukturwandel im ländlichen Raum betroffen gewesen. Denn das Ende der aktiven Braunkohleförderung in den Tagebauen Klettwitz und Meuro war vor allem für regionale Wirtschaftsstrukturen folgenreich: zahlreiche Arbeitsplätze gingen verloren und junge Menschen verließen in Ermangelung ausreichender Berufsaussichten die Region. Um die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Region zu erhöhen und den Menschen neue Perspektiven zu eröffnen, entschied sich die Gemeinde Schipkau, das ehemalige Bergbauareal in eine „grüne“ Energieregion umzugestalten.

    In Zusammenarbeit mit Projektträgern ließ die Gemeinde seit 1999 im Windpark Klettwitz insgesamt 50 Windenergieanlagen installieren, die eine Gesamtleistung von rund 100 Megawatt erbringen. So können jährlich etwa 120.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid vermieden werden. Zudem verfügt die Gemeinde mit dem 150 Hektar großen Solarpark Meuro über eines der größten Solarfelder Europas. Insgesamt produzieren rund 300.000 Solarmodule ausreichend Strom, um etwa 17.500 Haushalte zu versorgen. Und auch im touristischen Bereich beschritt die Gemeinde neue Wege. So stattete man den Lausitz-Ring mit einer Biogasanlage und Solarports aus. So werden jährlich rund 1.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid eingespart. In unmittelbarer Nähe zur Rennstrecke soll zudem eine der leistungsstärksten Windenergieanlagen Europas entstehen.

    Das Beispiel Schipkau verdeutlicht, dass sich kommunaler Klimaschutz, Wirtschaftlichkeit und lebensräumliche Attraktivität nicht ausschließen. Im Gegenteil, erneuerbare Energien können einen ganz eigenen Standortvorteil darstellen.

    Ausführliche Informationen zu den jeweiligen Gewinner-Kommunen sind auf der Website www.kommunal-erneuerbar.de abrufbar.

  • 21/03/2012

    Weiterhin dringender Handlungsbedarf gegen Dieselruß

    Die Kampagne "Rußfrei fürs Klima" vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), der Deutschen Umwelthilfe (DUH), dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) und dem Verkehrsclub Deutschland (VCD) gegen Rußemissionen geht in das vierte Jahr. Die Bilanz: Trotz positiver Entwicklungen besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf seitens der deutschen Bundesregierung.

    Das Verbändebündnis verfolgt mit der Kampagne das Ziel, europaweit auf die schädliche Wirkung von Dieselruß aufmerksam zu machen und fordert verbindliche Rußminderungsziele analog zu den CO2-Zielen beim Klima- und Gesundheitsschutz.

    Wissenschaftler machen vor allem die Rußpartikel aus Europa und Nordamerika für fast ein Grad Celsius Erwärmung der Arktis verantwortlich. Neben den klimaschädlichen Effekten des Diselrußes, steht auch die schädliche Wirkung der kleinen Rußpartikel für die Gesundheit im Mittelpunkt der Kampagne. Jedes Jahr sterben allein in Deutschland 15.000 Menschen verfrüht an den gesundheitlichen Folgen von Dieselruß, so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe. Mit dem flächendeckenden Einsatz von Rußpartikelfiltern und der Einrichtung so genannter Umweltzonen wurden bereits erste Maßnahmen zur Verbesserung der Luftqualität und der Abwehr rußbedingter Gesundheitsgefahren ergriffen.

    Heiko Balsmeyer, VCD-Verkehrsreferent, machte darüber hinaus jedoch in unserem letzten Newsletter bereits auf die gesundheitsschädlichen Gefahren von ultrafeinen Partikeln aufmerksam, die durch die Verbrennungsprozesse moderner Ottomotoren freigesetzt werden. Von wichtigen Reduktionsmaßnahmen ausgenommen blieben zudem nach wie vor Dieselloks, die Schifffahrt sowie Land- und Baumaschinen. Werner Reh vom BUND verweist darauf, dass auf EU-Ebene die Städte bereits in die Pflicht genommen würden: „Unser Vergleich der Verkehrs- und Luftreinhaltepolitik in europäischen Städten zeigt Erfolge in einigen Metropolen wie Berlin, Stockholm, Kopenhagen, Wien und Zürich. Die Kommunen selbst können aber nur etwa 40 Prozent der Belastung durch eigene Maßnahmen reduzieren und brauchen dringend mehr Unterstützung durch die nationale und die EU-Ebene. Die viel zu hohen Hintergrundbelastungen müssen drastisch abgesenkt werden.“

    Deutschland sei somit noch weit vom Ziel einer „rußfreien Zone“ entfernt, so die Verbände.

    Zusätzliche Informationen zur Kampagne sowie neue Best-Practice-Beispiele zur Rußminderung im Verkehr aus deutschen und europäischen Großstädten finden Sie hier.

  • 12/03/2012

    Mitmachen und anpacken: Kommunen haben Energiewende selbst in die Hand genommen

    In Berlin wird einmal mehr über das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG), die Vergütung der Solarenergieeinspeisung und Brüsseler Energiesparpläne gestritten. Dass Deutschlands Kommunen bereits viel weiter sind als manch streitlustiger Politiker, zeigt die aktuelle Ausgabe des Jahresmagazins zu Erneuerbaren Energien in Kommunen, KOMM:MAG. Im vergangenen Jahr waren laut Magazin in Deutschland  1,5 Millionen Solarkollektoren, eine Million Photovoltaikanlagen, 450.000 Wärmepumpen, 22.000 Windenergieanlagen sowie 7.100 Biogasanlagen installiert.

    Kommunen decken zunehmend nicht nur ihren Eigenbedarf an Strom durch erneuerbare Energien ab, sondern produzieren und  liefern darüber hinaus Strom für urbane Ballungszentren. Der dezentrale Ausbau erneuerbarer Energien erweist sich daher als immer wichtiger werdender Impulsgeber für die kommunale Wertschöpfungskette. Für das Jahr 2011 bezifferte das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) die kommunale Wertschöpfung durch erneuerbare Energien auf rund 8,9 Milliarden Euro.

    Entscheidend für die erfolgreiche Umsetzung von Energieprojekten im ländlichen Raum ist der Grad der Bürgerbeteiligung. Die rechtzeitige und umfassende Einbeziehung betroffener Bürger und Schlüsselakteure an geplanten Energievorhaben erhöht die Akzeptanz und Legitimation erneuerbarer Energieprojekte, wie die  Deutsche Vernetzungsstelle Ländliche Räume (DVS) in einer aktuellen Publikation nachweist.

    Die eindrucksvollen Zahlen und die Entwicklungen der letzten Jahre zeigen daher zweierlei: Die Kommunen, Landkreise und Städte haben die Energiewende selbst in ihre Hände genommen und erweisen sich als unverzichtbare Partner auf dem Weg zu einer nachhaltigen Energieversorgung.

  • 29/02/2012

    Kommunen kommt Schlüsselrolle beim Klimaschutz zu

    Die in dieser Woche vom Deutschen Städte- und Gemeindebund (DStGB) und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zum fünften Mal ausgerichtete Klimaschutzkonferenz in Bonn hat erneut die herausragende Bedeutung der Kommunen und des ländlichen Raums für den Klimaschutz unterstrichen:  Ohne die Städte und Gemeinden werden die ehrgeizigen Ziele, beispielsweise die Reduzierung der Treibhausgasemissionen im Zeitraum von 1990 bis 2020 um 40% und bis 2050 um bis zu 95% herbeizuführen, Gebäude energieeffizienter zu sanieren und den Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung weiter auszubauen, nicht realisierbar sein.

    Die vornehmlich im ländlichen Raum erzeugten erneuerbaren Energien haben nach Aussage von DStGB-Präsident Roland Schäfer maßgeblich dazu beigetragen, dass rund 20 Prozent des letztjährigen Stromverbrauchs in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt wurden. Insbesondere die dezentral vor Ort produzierte Bioenergie stellt laut Jürgen Becker, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, einen wichtigen Baustein sowohl in der lokalen Wertschöpfungskette als auch bei der Erreichung der Klimaziele dar. Zudem biete der ländliche Raum auch für andere erneuerbare Energieträger wie Windkraft und Photovoltaik das größte Ausbaupotenzial. Dementsprechend fördert das BMU über seine novellierte Kommunalrichtlinie Klimaschutzprojekte in Städten, Gemeinden und Landkreisen. Anträge können noch bis zum 31. März 2012 gestellt werden.

  • 24/02/2012

    Vorbildliche Bioenergiedörfer 2012 gesucht

    Bioenergie zählt zu den wichtigsten erneuerbaren Energieträgern. Laut Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) liegt der Bioenergieanteil am Endenergieverbrauch aller erneuerbaren Energien bei rund 70 Prozent.

    Bioenergien leisten damit nicht nur einen Beitrag, die Energie- und Klimaschutzziele zu erreichen. Sie bieten gerade für den ländlichen Raum zusätzliche Einkommensperspektiven und Beschäftigungsmöglichkeiten. Der vom BMELV in Zusammenarbeit mit der Fachagentur für nachwachsende Rohstoffe (FNR) durchgeführte Wettbewerb „Bioenergiedörfer 2012“ richtet sich an Dörfer in ländlichen Regionen, die mindestens 50 Prozent ihres Strom- und Wärmebedarfs aus regional erzeugter Biomasse decken. So soll die regionale Erzeugung und Nutzung von Biomasse insbesondere unter Gesichtspunkten der Effizienz, Nachhaltigkeit und Innovation gefördert werden. Eine Teilnahme am Wettbewerb ist noch bis zum 1. Juni 2012 möglich. Die drei Gewinner werden im November 2012 auf der Messe „BioEnergy Decentral“ in Hannover als „Bioenergiedörfer 2012“ gekürt.

  • 22/02/2012

    dena Wettbewerb: „Energieeffizienz in Kommunen - Gute Beispiele“ gestartet

    Sie haben ihre Schule unter energetischen Gesichtspunkten optimiert, den Endenergieverbrauch des örtlichen Hallenbades deutlich verringert oder die Energieeinsparpotenziale ihrer kommunalen Liegenschaften voll ausgeschöpft?

    Dann bewerben sie sich jetzt bis zum 15. Mai 2012 bei der Deutschen Energie-Agentur (dena). Bereits zum dritten Mal nach 2010 und 2011 veranstaltet die dena den Wettbewerb „Energieeffizienz in Kommunen - Gute Beispiele“, an dem Kommunen sowie kommunale Einrichtungen und Betriebe, die sich zu mindestens zwei Dritteln im Besitz der öffentlichen Hand befinden, teilnehmen können. Ausgezeichnet werden besonders erfolgreiche und vorbildliche Energieeffizienzprojekte, die zur Endenergieeinsparung beitragen. Die eingereichten Wettbewerbsbeiträge müssen daher Energieeinsparungen bereits realisiert haben und evaluiert sein. Den Siegern des Wettbewerbs winkt ein Preisgeld von insgesamt 25.000 Euro.

    Einzelheiten zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen finden Sie hier.

  • 17/02/2012

    Hessen: Markteinführungsprogramm für Mikro-KWK-Anlagen in Ein- und Zweifamilienhäusern geplant

    Bereits im Januar 2012 veröffentlichte das Bundesumweltministerium neue Richtlinien zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 kWel, um mit diesen Regelungen zusätzliche Impulse für den Einsatz von kleinen KWK-Anlagen zu geben. Nun plant auch das Land Hessen mit einer Markteinführungsinitiative für Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen für Ein- und Zwei-Familienhäuser neue Anreize zu schaffen.

    Der hessische Staatssekretär im Umweltministerium, Mark Weinmeister, erklärte anlässlich des Fachsymposiums „KWK-Nutzung für den kleinen Gebäudekomplex“, dass für diese Maßnahme in den kommenden 3 Jahren bis zu 600.000 Euro an Fördermitteln bereit stünden. Die Markteinführungsinitiative sei ein Baustein, um die auf dem hessischen Energiegipfel beschlossenen Ziele zu erreichen.

    Die Kraft-Wärme-Kopplung stehe bei der Energieversorgung derzeit im Fokus der Effizienzdiskussion. Durch den Einsatz kleiner Blockheizkraftwerke in Ein- und Mehrfamilienhäusern sowie in kleinen Gewerbebetrieben, lassen sich über die effiziente Energiewandlung elektrische und vor allem thermische Energieverluste verringern. Anlagen mit KWK-Technik erzielen im Vergleich zu den derzeit besten Technologien der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme Energieeinsparungen von circa 10 bis zu über 30 Prozent. „Würde diese Technik in hinreichend großen Stückzahlen verbaut, könnte sie in Verbindung mit ‚smart metering‘ dazu dienen, auf Anforderung aus dem Stromnetz bedarfsgerecht Strom zu erzeugen und ins Netz einzuspeisen“, so Weinmeister.

    Einschätzungen zu Ansätzen und Schwächen bisheriger KWK-Förderung gab bereits in unserem letzten Newsletter Prof. Wolfgang Mauch, Geschäftsführer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. (FfE). Hier geht’s zum Download.


  • 10/02/2012

    Feinstaubbelastung in Deutschland 2011 nicht verbessert

    Trotz Umweltzonen und Dieselrußpartikelfiltern war die Luft in Deutschland im letzten Jahr zu stark mit Feinstaub (PM10) und Stickstoffdioxid belastet. Zu diesem Ergebnis kommen Auswertungen des Umweltbundesamtes (UBA) von vorläufigen Messdaten der Länder und des UBA. Der Feinstaub-Tagesmittelwert darf 50 µg/m³ nicht öfter als an 35 Tagen im Jahr überschreiten. An rund 20 Prozent aller Messstationen wurde jedoch die PM10-Tagesmittelwertsgrenze häufiger überschritten. Besonders in der direkten Umgebung von Straßen wurden hohe Werte gemessen. Hierzu zählen vor allem Städte und Ballungsräume, aber auch Ortsdurchgangsstraßen mit hohem Verkehrsaufkommen sind von einer erhöhten Feinstaubkonzentration betroffen. So lagen bei den verkehrsnahen Messstationen sogar 42 Prozent über dem zulässigen Tagesgrenzwert. Insgesamt stellte das Umweltbundesamt fest, dass die Feinstaub-Konzentrationen im Jahr 2011 im Mittel über dem Niveau der vorangegangenen vier Jahre lagen.

    Mit der Einrichtung von Umweltzonen, der Förderung von Dieselrußpartikelfiltern und durch das Einführen der Feinstaubplaketten ist in den vergangenen Jahren bereits viel gegen die Feinstaubbelastung unternommen worden. Auch setzen sich verschiedene Initiativen, wie beispielsweise die „Rußfrei fürs Klima – Kein Diesel ohne Filter!“-Kampagne, für eine Verminderung des klimagefährdenden und gesundheitsschädlichen Dieselrußes ein. Ein weiterhin wenig thematisiertes Problem für die Gesundheit stellen jedoch ultrafeine Partikel dar. Diese werden unter anderem von Fahrzeugen mit modernen Ottomotoren mit Direkteinspritzung ausgestoßen. Hierbei werden Werte erreicht, die bis zu 30-mal über dem für Diesel zulässigen Wert liegen.

    UBA-Präsident Flasbarth rief dazu auf, bei der Luftreinhaltung nicht nachzulassen, verwies jedoch darauf, dass Umweltzonen nur ein Bestandteil der Lösung seien, da Feinstaub und Stickstoffoxide zu großem Teil auch bei Verbrennungsprozessen in Industrie und Haushalten entstünden. Ebenso erläuterte Dr. Thomas Kuhlbusch, Bereichsleiter am Institut für Energie und Umwelttechnik (IUTA), in einem Interview die Wichtigkeit unterschiedlicher, sich ergänzender Strategien zur Feinstaubreduzierung. Hierin läge ein großes Potential für Entscheidungsträger in der Politik, wichtige Maßnahmen zu ergreifen. Insbesondere im Winter kommen zudem Emissionen durchs Heizen hinzu. Emissionen der Landwirtschaft tragen darüber hinaus zur Luftbelastung durch Feinstaub bei.

    Ursache für die schlechten Zahlen des vergangen Jahres ist laut UBA-Expertin Dauert die schwierige Wetterlage. Von Februar bis März und im November habe sich auf Grund der austauscharmen Hochdrucklage eine Art Dunstglocke gebildet, unter der sich die Schadstoffe, wie Feinstaub gesammelt hätten. Dies habe sich negativ auf die Jahresbilanz ausgewirkt.

  • 27/01/2012

    EU-Kommissionsvorschläge zur ländlichen Entwicklung 2014-2020

    Ein aktueller Bericht des Heinrich von Thünen-Instituts beschäftigt sich mit den Reformvorschlägen der europäischen Kommission für die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) nach der derzeitigen Förder- und Finanzierungsperiode, die 2013 ausläuft. Im Oktober letzten Jahres hatte EU-Landwirtschaftskommissar Dacian Cioloș seine Pläne zur Ausgestaltung des gemeinsamen Politikbereichs vorgestellt. Im Laufe dieses Jahres erörtern alle betroffenen Akteure die Vorschläge, um im nächsten Jahr Rat und Parlament ein beschlussfähiges Dokument vorlegen zu können.

    Laut Heinrich von Thünen-Institut ist in den Kommissionsvorschlägen eine stärkere Orientierung an den Zielvorgaben der europäischen „Strategie für intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“ (20-20-20 Strategie), die ambitionierte Klimaschutzziele formuliert, zu erkennen. Ziel der Strategie ist es, den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch um 20 Prozent zu steigern. Zudem sollen die Treibhausgasemissionen um 20 Prozent reduziert und die Energieeffizienz um das gleiche Maß erhöht werden.

    Umwelt- und klimapolitische Ziele spielen eine wichtige Rolle, sowohl in der ersten Säule, die Direktzahlungen und Marktordnungsmaßnahmen vorsieht, als auch in der zweiten Säule, die sich unter anderem mit der Entwicklung des ländlichen Raums befasst. Dementsprechend, so der Bericht, orientierten sich klima- und energiepolitische Regelungen in der zweiten Säule der GAP an zwei übergreifenden Themen: dem Umweltschutz und der Bekämpfung beziehungsweise Anpassung an den Klimawandel. In diesem Zusammenhang, so der Bericht des von Thünen-Instituts, unterstreiche der Entwurf der neuen Verordnung für den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER-VO) das Bestreben der Kommission nicht nur nach einer „nachhaltigen Bewirtschaftung natürlicher Ressourcen“, sondern auch nach einer Stärkung des Klimaschutzes.  Zu den möglichen Maßnahmen in diesem Bereich gehören laut Kommissionsvorschlag u.a. eine effizientere Energienutzung in der Landwirtschaft sowie Regelungen, die eine Lieferung und Verwendung von erneuerbaren Energien erleichtern und Investitionen in erneuerbare Energien fördern. Für den gesamten Arbeitsbereich der zweiten Säule sieht die Kommission insgesamt einen Finanzrahmen von ca. 90 Milliarden Euro vor. Dies entspricht ungefähr einem Viertel des GAP-Gesamtbudgets von 371 Milliarden Euro.

    Während die vorgesehenen Regelungen zum Klimaschutz allerdings kaum geeignet seien, einen dauerhaften Beitrag zur Realisierung der ambitionierten Ziele zu leisten, rechnen die Autoren der Studie damit, dass die Vorschläge zur Steigerung der Ressourceneffizienz kurz- und langfristig einen positiven Beitrag zu den europäischen Nachhaltigkeitszielen leisten werden.

    Allerdings ist aufgrund des laufenden Abstimmungsprozesses in den EU-Mitgliedstaaten nicht mit einer endgültigen Entscheidung über die GAP vor 2013 zu rechnen.

  • 20/12/2011

    „Es ist Zeit zum Durchatmen – aber nicht zum Ausruhen“ – Interview mit Dr. Thomas Kuhlbusch

    In einem Interview für den FREE-Newsletter äußert sich Dr. Thomas Kuhlbusch vom Institut für Energie- und Umwelttechnik zur Feinstaubproblematik in ländlichen und städtischen Regionen. Darin stellt er unter anderem fest, dass dass der Unterschied zwischen Stadt und Land bei der Luftqualität heute deutlich geringer ist als früher.

    Lesen Sie hier das vollständige Interview.
  • 16/12/2011

    Bundesregierung: KWKG-Gesetzesänderung beschlossen

    Die Bundesregierung hat einer weiteren Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) zugestimmt. Hierdurch soll die Förderung hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen ausgeweitet werden, um den Ausbau dieser Technologie zu beschleunigen und das Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2020 den Anteil der Stromerzeugung in KWK-Anlagen auf 25 Prozent anzuheben. Derzeit beträgt dieser Anteil etwa 15 Prozent. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten von KWK-Anlagen durch die doppelte Ausnutzung der Energieträger zur Erzeugung von Strom und Wärme (oder Kälte) besonders zahlreich in ländlichen Gebieten. So kann die Kraft-Wärme-Kopplung als BHKW in Ein- und Mehrfamilienhäusern, für die Nah- oder Fernwärme, in den Betrieben oder in Krankenhäusern eingesetzt werden.

    Allerdings kann die Kraft-Wärme-Kopplung bis jetzt wegen wechselhafter Stimmungen in der Politik nicht nachhaltig gefördert werden.

    Bei unveränderter Deckelung der KWK-Förderung auf maximal 750 Millionen Euro pro Jahr erweitert der Gesetzentwurf insbesondere die Förderung von Investitionen in Wärmenetze. Zudem können Wärmespeicher künftig mit Zuschlägen von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten unterstützt werden. Darüber hinaus werden Maßnahmen zur KWK-Nachrüstung von Kondensationskraftwerken förderfähig. Die Effizienz dieser Anlagen wird durch eine solche Nachrüstung erheblich gesteigert. Wie bei gleicher maximaler Fördersumme mehr BHKW, Wärmenetze und Wärmespeicher gefördert werden sollen, bleibt abzuwarten.

    Außerdem ist fraglich, wie lange man sich auf dieses Gesetz verlassen kann und ob die angestrebten Ziele damit erreicht werden können, da sich die Förderung fast jährlich ändert.

  • 15/12/2011

    Newsletter Nr. 2/2011 erschienen

    Der neue FREE-Newsletter ist erschienen! Titelthema der Ausgabe 2/2011 ist „Feinstaub im ländlichen Raum – Ein unterschätztes Problem?“

    Lesen Sie im aktuellen Heft ein Interview mit Dr. Thomas Kuhlbusch zur Feinstaubproblematik sowie einen Bericht über den Einfluss von Diesel und Ruß auf die arktische Eisschmelze. Außerdem präsentieren wir Ihnen die Kampagne „Kein Diesel ohne Filter“, die auf die klimaschädlichen Effekte von Dieselruß aufmerksam macht, und beschäftigen uns mit Herausforderungen und Potenzialen des Rohstoffs Holz.

    Hier geht's zum aktuellen Newsletter.

  • 09/12/2011

    Brandenburg: Förderprogramme für die Entwicklung des ländlichen Raums

    Vergangene Woche trafen sich Vertreter aus Politik und Wirtschaft zur Jahreskonferenz des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) im brandenburgischen Seddin. Aus den Töpfen des EU-Fonds erhält das Land Brandenburg in der Förderperiode zwischen 2007 – 2013 insgesamt rund 500 Millionen Euro an Fördermitteln. In dieser Zeit werden 15.000 Projekte unterschiedlichster Art unterstützt, um den Umweltschutz und die Landschaftspflege nachhaltiger zu gestalten und einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität im ländlichen Raum zu leisten. Der ELER fördert unter anderem Projekte, die eine Modernisierung historischer und landwirtschaftlicher Gebäude unter Beachtung von Energiestandards vorsehen.

    Handlungsbedarf besteht nach Meinung aller Beteiligten insbesondere im Hinblick auf zukünftige Förderungsoptionen des ländlichen Raumes ab 2014, wenn Brandenburg seinen Status als Höchstförderregion verlieren wird. Für eine europäische Teilfinanzierung müssen dann nämlich erheblich mehr Eigenmittel bereitgestellt werden.

    Hinsichtlich des Zieles der Energieeffizienzsteigerung werden viele Projekte im Rahmen der „Förderrichtlinie Umweltschutz“ des brandenburgischen Ministeriums für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Verbraucherschutz gefördert. Seit 2008 unterstützt das Land sowohl kommunale als auch private Projekte, die innovative und beispielhafte Maßnahmen zur Energieeinsparung, Energierückgewinnung sowie Minderung und Nutzung von Abwärme umsetzen. Die Entwicklung und der Einsatz solcher Energieeffizienztechnologien trägt damit nicht nur zur Realisierung der in der Energiestrategie 2020 formulierten Klimaziele bei, sondern stärkt gleichermaßen die regionale wirtschaftliche Entwicklung und liefert damit wertvolle Impulse für die nachhaltige Entwicklung des ländlichen Raums.

    Mit dem Auslaufen der Förderrichtlinie Ende 2013 ändern sich auch hier die Fördermöglichkeiten vor allem für Projekte mit Energie-Bezug. Daher ist es für alle Beteiligten wichtig, rasch Lösungsansätze für die zukünftige Projektfinanzierung bereitzustellen, um bestehende Kooperationsstrukturen langfristig zu erhalten und somit die Zukunft des ländlichen Raums sicherzustellen.

  • 02/12/2011

    Schluss mit der Romantik! Wie die Zukunftsfähigkeit der deutschen Dörfer gesichert werden kann

    Den ländlichen Regionen und ihren Dörfern in Deutschland stehen laut einer aktuellen Studie des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung angesichts steigender Landflucht, niedriger Geburtenraten und stagnierender Zuwanderung ganz besonders schwere Zeiten bevor.

    Bereits Anfang des Jahres hatte das Institut in einer anderen Untersuchung auf die enormen Herausforderungen für den ländlichen Raum durch den Strukturwandel hingewiesen: Stetige Abwanderung, fehlender Nachwuchs und die Überalterung der Bevölkerung führten vor allem in ländlich entlegenen oder altindustrialisierten Regionen zu einem Mangel an Arbeitsplätzen und, damit verbunden, zu einem geringen Innovationspotenzial. Dadurch büßten diese Regionen an Wettbewerbsfähigkeit ein und verlören ihre Attraktivität insbesondere für junge Menschen. Nach Prognosen der Forscher wird die deutsche Bevölkerung bis zum Jahre 2050 um 12 Millionen Menschen schrumpfen – und damit die Anzahl von Dörfern.

    Angesichts dieser eher trüben Aussichten sei rasches Handeln dringend geboten, da der demographische Wandel längst unumkehrbar sei. Allerdings zeigt die gerade veröffentlichte Studie auch, dass in der Bekämpfung der Symptome des demographischen Wandels enormes Potenzial im ländlichen Raum steckt. Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Anpassung an die derzeitigen Bedingungen sei aber die Abkehr von „ländlicher Romantik“ hin zu einem „pragmatischen Realismus.“

    Konkret bedeute dies, regionale Ungleichheiten zu akzeptieren und damit offen umzugehen, dass notfalls Dörfer aufgrund mangelnder Entwicklungsperspektiven zurückgelassen werden müssen. Deshalb sei es umso notwendiger, aktives Flächenmanagement zu betreiben, Fonds für den Rückbau von Dörfern einzurichten und Entscheidungen nach dem Zukunftspotenzial von Dörfern zu treffen.

    Eines der größten Entwicklungspotenziale für den ländlichen Raum sieht die Studie in der Energiewende. Aufgrund der flächenmäßigen Vorteile gegenüber Städten müsse der Erschließung regenerativer Energiequellen wie Biomasse, Erdwärme, Sonnen- und Windenergie im ländlichen Raum besondere Bedeutung beigemessen werden.  Der Ausbau erneuerbarer Energien könne so neue wirtschaftliche Impulse geben, Arbeitsplätze schaffen, das Innovationspotenzial erhöhen und zu einer nachhaltigen Energieversorgung – nicht nur bezogen auf den ländlichen Raum – beitragen.

  • 25/11/2011

    Studie: Wirtschaftliche, demografische und infrastrukturelle Situation des ländlichen Raums Baden-Württembergs

    Die Landesregierung des Landes Baden-Württemberg hat das Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung der Universität Stuttgart beauftragt, den ländlichen Raum zu untersuchen: Daraus wurde eine umfassende wissenschaftliche Analyse der wirtschaftlichen, demografischen und infrastrukturellen Situation ländlicher Gebiete Baden-Württembergs.

    Die Forscher haben erstmals Szenarien durchgerechnet, wohin die Entwicklung auf dem Lande in den nächsten 20 Jahren führen kann. Hauptsächlich werde ein sich verschärfender demografischer Wandel eine Herausforderung insbesondere für kleine Gemeinden darstellen. Dies werde unter anderem Fachkräftemangel begünstigen, was mittel- bis langfristig die bisher hohe Wirtschaftskraft und Lebensqualität in den ländlichen Gebieten Baden-Württembergs beeinträchtigen könne.

    Die Ergebnisse der Untersuchung sollen für alle Verantwortlichen eine wichtige Grundlage zur Weiterentwicklung der Strukturpolitik sein.

    Zum Projektbericht „Der Beitrag der ländlichen Räume Baden-Württembergs zu wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und sozialer Kohäsion – Positionsbestimmung und Zukunftsszenarien“ geht’s hier.

  • 11/11/2011

    Bundesnetzagentur will das Vergütungssystem für dezentrale Einspeisung abschaffen und sorgt damit für Kritik

    Die Bundesnetzagentur (BNetzA) will die vermiedenen Netznutzungsentgelte (vNNE) für die dezentrale Erzeugung nicht weiter anwenden und hat ihre Argumente in einem noch nicht veröffentlichten Diskussionspapier dargelegt. Gleichzeitig wurden dort einige „Reformvorschläge“ für die Systematik der vNNE bis hin zu ihrer Abschaffung vorgestellt.

    Kritische Reaktionen kamen umgehend von der Seite des Verbandes Kommunaler Unternehmen (VKU): Die Bundesnetzagentur habe „die Zeichen der Zeit hin zu einem zukunftsfähigen, dezentralen Energiesystem nicht erkannt“ und stelle sich erneut gegen die dezentrale Erzeugung, hieß es im VKU-Positionspapier. Der VKU hat in der Sitzung der verbändeübergreifenden AG Regulierung, die unter der Schirmherrschaft des Bundeswirtschaftsministeriums die Energiewende begleitet, die zahlreichen BNetzA-Argumente zu vermeintlich fehlerhaften Budgetzuordnungen durch die vermiedenen Netznutzungsentgelte entkräftet: Die Bewertung der BNetzA fuße fast ausschließlich auf einer kostenseitig negativen Auswirkung des verstärkten Zubaus Erneuerbarer Energien, insbesondere bei Wind und Photovoltaik. In der Schlussfolgerung werde diese Annahme dann auf alle weiteren dezentralen Erzeugungsanlagen verallgemeinert.

    Somit ergänzt und verstärkt der VKU die Stellungnahme des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). Beide Verbände sehen klare Indizien, dass die BNetzA mit allen Mitteln versucht, eine spürbare Senkung der Netznutzungsentgelte zu erwirken, „obwohl die Energiewende zwingend hohe Investitionen in die Infrastruktur benötigt“. Jetzt seien Politik und das zuständige Ministerium gefordert: Sie müssen die von ihnen formulierten Ziele auch gegenüber der BNetzA durchsetzen, wenn sie bei der Energiewende glaubhaft bleiben wollen.

    Hintergrund: Das Vergütungssystem der vermiedenen Netznutzungsentgelte für die dezentrale Einspeisung stellt ein etabliertes Berechnungsverfahren für die durch dezentrale Einspeisung in der vorgelagerten Netzebene vermiedenen Netznutzungsentgelte dar. In zahlreichen Kommunen sind die Übertragungsnetze auf die Versorgung aus zentraler Erzeugung nicht ausgelegt. Dadurch sind hier bereits in der Vergangenheit Kosten für Netzausbau auf vorgelagerter Ebene vermieden worden. Eine Abschaffung der vNNE hätte negative Auswirkungen auf die Wettbewerbssituation zwischen den zentral erzeugenden Betreibern und dezentraler – und durch die Energiewende gewünschter – Erzeugung.
  • 03/11/2011

    Studie stellt die Wirtschaftlichkeit von Nah- und Fernwärmenetzen in Frage

    Eine Studie im Auftrag des Bundesindustrieverbandes Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH), des Forums für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik (VdZ) und des Instituts für Wärme und Öltechnik (IWO) hat sich mit der energetischen und wirtschaftlichen Bewertung von Wärmenetzen beschäftigt. Im Fokus der Untersuchung „Überlegungen zu Einsatzgrenzen und zur Gestaltung einer zukünftigen Fern- und Nahwärmeversorgung“ lagen dabei dörfliche Siedlungsstrukturen mit kleineren Wohngebäuden, um die Wirtschaftlichkeit der Wärmenetze u.a. am Beispiel der Bioenergiedörfer anschaulich zu machen.

    Für die Wahl der Wärmeversorgung ist Wärmebedarf der zu versorgenden Gebäude erklärterweise entscheidend und sinkt mit der Tendenz zur steigenden Energieeffizienz insbesondere bei neugebauten oder sanierten Objekten. Die Untersuchung kommt deshalb zum Ergebnis, dass ein klassisches Fernwärmenetz im Laufe der Zeit an Wirtschaftlichkeit verlieren wird, vor allem in Neubaugebieten mit sehr effizientem Gebäudebestand.

    Die Empfehlungen der Studie ergeben sich in erster Linie aus wirtschaftlicher Sicht. Wärmenetze für angeschlossene Haushalte lohnen sich laut Untersuchung nur bei hoher Anschlussdichte und dann, wenn ein großer Anteil von Strom aus gleichzeitiger KWK-Nutzung anfällt. Sonst sei der Netzaufbau mit hohen unrentablen Investitionen verbunden, mit denen auch ein Heizungstausch oder die Gebäudedämmung gefördert werden könnte. Auch Prof. Rainer Luick von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg macht in seinem Interview deutlich, dass energetisch mangelhafter Gebäudebestand bei zahlreichen Bioenergiedörfern und vielen Nahwärmenetzen ein Problem darstellt.

    In Bezug auf ländliche Gebiete kommt die Studie zu dem Schluss, eine Wirtschaftlichkeit von Wärmenetzen sei grundsätzlich nie gegeben, weil dort vorwiegend Ein- und Zweifamilienhäuser zu finden sind. Es ist durchaus richtig, dass der Anwendungsbereich von BHKWs mit Nahwärmekonzepten meist auf Anwendungen im Nichtwohngebäudebereich mit hohem energetischem Bedarf oder auf den Wohngebäudebereich mit hoher Anschlussdichte eingeschränkt ist. Allerdings gibt es viele Beispiele von kleinen und mittleren Gewerbeobjekten im ländlichen Raum mit ganzjährig hohem Bedarf an Strom und Wärme, wo sich KWK-Anlagen in Verbindung mit Nahwärmeversorgung durchaus lohnen. Wir berichteten in unserem letzten Newsletter, dass sich auch kleinere Orte, wie beispielsweise Lippertsreute am Bodensee, aus ökonomischen Gründen für ländliche Nahwärmenetze auf Biogasbasis entscheiden. In diesem Fall sollten Fern- und Nahwärmesysteme mit einem KWK-Konzept am Nutzwärmebedarf der Abnehmer orientiert betrieben werden.

    Hier geht’s zur Untersuchung „Überlegungen zu Einsatzgrenzen und zur Gestaltung einer zukünftigen Fern- und Nahwärmeversorgung“

  • 26/10/2011

    GAK-Finanzierung für Ländlichen Raum: Hoffnungen und Sorgen

    Im Rahmen der vom BMELV initiierten Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) werden die ländlichen Räume gemeinsam vom Bund und Ländern gefördert. Zur Umsetzung der Gemeinschaftsaufgabe werden die von den Ländern bereitgestellten Finanzmittel überwiegend für Dorferneuerungs- und Flurbereinigungsmaßnahmen ausgegeben. Der Bund erstattet den Ländern 60 Prozent der entstandenen Ausgaben.

    Obwohl sich dieses Programm in Vergangenheit als bedeutendes Instrument der ländlichen Entwicklung erwiesen hat, ist die Teilnahme daran keineswegs selbstverständlich: Nicht jedes Land ist in der Lage, die zustehenden Mittel abzunehmen und die dafür notwendige 40-prozentige Co-Finanzierung zu leisten. Falls einige Bundesländer die ihnen zustehenden GAK-Mittel nicht in vollem Umfang abnehmen sollten, werden die Mittel gegen Ende des Jahres umverteilt.

    Im kommenden Jahr stellt der Bund rund 600 Millionen Euro für das Programm bereit. Die ersten Anmeldungen aus den Bundesländern für die Teilnahme am Programm der Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ (GAK) im Jahr 2012 sind mittlerweile eingetroffen. So hat das sächsische Kabinett beispielsweise der Anmeldung des Mittelbedarfs des Landes für die GAK für das Jahr 2012 bereits zugestimmt. Dem Freistaat stehen hierbei insgesamt 53,7 Millionen Euro zu. Sie sollen für die Förderung des ökologischen Landbaus, der Breitbandversorgung sowie für Verfahren der ländlichen Neuordnung verwendet werden. Außerdem hofft das Land auf Mittel anderer Bundesländer und hat wie bereits im Vorjahr einen Mehrbedarf angemeldet.

    Die Bereitschaft, neue Projekte für 2012 bereits jetzt ins Leben zu rufen, hält sich allerdings in Grenzen: In diesem Jahr gab es eine überraschende Kürzung der Fördermittel im Rahmen der GAK. Der Bund hat im Januar 2011 die Bundesmittel um 100 Millionen Euro gekürzt. Dabei konnten viele geplante und genehmigte Maßnahmen in der Dorferneuerung nicht verwirklicht werden. Die Kommunen betrachten die Dorferneuerung häufig als einzige Möglichkeit, eine Verbesserung der Lebens-, Wohn-, Arbeits- und Umweltverhältnisse im ländlichen Raum zu erreichen. Aber niemand kann garantieren, dass die Mittel nicht zusammengestrichen werden, selbst wenn das Verfahren der Dorferneuerung eingeleitet und genehmigt worden ist. Welche Veränderungen ab 2012 eingeleitet werden und wie die Anpassung der Fördersituation erfolgt, ist zurzeit noch nicht absehbar.

  • 21/10/2011

    Elektromobilität und Erneuerbare Energien im Ländlichen Raum

    Als einer der stärksten Wirtschaftsstandorte in Deutschland macht der ländlich-mittelständisch geprägte Raum Ostwestfalen-Lippe (OWL) mit seiner stabilen Wirtschaftsstruktur bereits seit langem wegen des verstärkten Einsatzes von Erneuerbaren Energien und Energieeffizienzmaßnahmen in der Praxis von sich reden. Jetzt hat sich die Region zum Ziel gesetzt, in einem anderen Bereich deutschlandweit Vorreiter zu werden: Die wichtige Wechselbeziehung zwischen Elektromobilität und Erneuerbaren Energien soll künftig nachhaltig ausgebaut werden.

    Wie die Podiumsdiskussion beim 6. Lippe EnergieForum gezeigt hat, ist die Politik für dieses Thema bereits sensibilisiert und sieht große Perspektiven für die weitere Entwicklung. Zu dieser Debatte hatten die Veranstalter Bundesumweltminister Dr. Norbert Röttgen, den lippischen Landrat Friedel Heuwinkel, Vertreter der Hochschule OWL, den lippischen Bundestagsabgeordneten und örtliche Unternehmer eingeladen.

    Da Verkehr im Allgemeinen und die Notwendigkeit der Suche nach elektromobilen Lösungen im Speziellen in erster Linie ein städtisches Problem darstellen, mögen die hoch gesteckten Ziele und das große Engagement im ländlichen Lippe überraschen. Muss man tatsächlich die Lösung der Verkehrsprobleme in ländlichen Regionen suchen? Zwei Leuchtturmprojekte in Ostwestfalen-Lippe bestätigen bereits jetzt diese Vermutung: EMIL steht für den Ausbau von Elektromobilität im ländlichen Raum; JÜRGEN sorgt für ökologische Stromerzeugung aus regionalen erneuerbaren Energiequellen. Im direkten Gespräch weisen die jeweiligen Projektleiter auf die Vorteile von Elektroautos hin und betonen die Bedeutung von umweltfreundlichen Fortbewegungsmitteln. Die Region sei außerdem mit dem demografischen Wandel konfrontiert. Besonders Menschen in ländlichen Gebieten bräuchten flexible Angebote, um ihre privaten Wege zu bewältigen.

    In Ostwestfalen-Lippe zeigt man sich überzeugt, dass die Energiewende gerade in ländlich geprägten Gegenden, nicht nur in der Theorie, sonder auch ganz praktisch möglich ist. Im Kreis Lippe gebe es schon jetzt viele herausragende Projekte, die genau diese Verknüpfung zwischen Elektromobilität und Erneuerbarer Energie berücksichtigen und den Ländlichen Raum dadurch modellhaft auf das Beste abbilden, betonte Landrat Friedel Heuwinkel. Bundesweit soll die konsequente Kopplung von Elektromobilität und Erneuerbaren Energien wegweisend werden.

    Viele ländliche Gebiete in Deutschland haben die erforderlichen Flächen, Ideen und Anspruch, die Weiterentwicklung der Region auf diese Weise zu sichern. Allerdings sind es nicht die Konzepte, an denen es mangelt. Tatsächlich fehlen in der Regel die nötigen Wirtschaftsunternehmen, die sich ansiedeln, Arbeitsplätze und Wertschöpfung schaffen und so die Region voran bringen. So wundert es auch nicht, dass bisher dezentrale Energiekonzepte und Mobilitätslösungen im ländlichen Raum nicht flächendeckend miteinander verknüpft wurden. Nicht überall trifft man auf eine solche Vielfalt und Akteursdichte, die Forschung und Technologien vorantreiben, funktionierende Netzwerke koordinieren und vor allem für eine aktive Bürgerbeteiligung sorgen wie in Lippe und OWL. Das wird aber nichts daran ändern, dass das Ziel von Ostwestfalen-Lippe, zur „Referenzregion“ im Bereich Erneuerbare Energien und Elektromobilität für andere Regionen in Deutschland zu werden, bald erreicht sein wird. Und dann können die Menschen hier ihr Wissen an ähnlich strukturierte Gebiete weitergeben.

  • 17/08/2011

    Baden-Württemberg: Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum verstärkt die ökologische Komponente

    Die ersten 100 Tage der neuen grün-roten Regierung sind an der Entwicklung des ländlichen Raums in Baden-Württemberg nicht spurlos vorübergegangen. Dort war das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) schon immer ein wichtiges und bewährtes Instrument des Landes zur Strukturförderung und -entwicklung ländlicher Gemeinden gewesen. Das Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz hat nun das ELR-Jahresprogramm 2012 ausgeschrieben. Ziel des Programms ist es, in Gemeinden des ländlichen Raums die Lebens- und Arbeitsbedingungen durch private, gewerbliche und kommunale strukturverbessernde Vorhaben zu erhalten und fortzuentwickeln.

    Das Neue an der Ausschreibungsrunde 2012 ist, dass in Zukunft der Fokus beim ELR im Sinne einer ökologischen Modernisierung der Wirtschaft auf der nachhaltigen Entwicklung in ländlich geprägten Orten und im ländlichen Raum liegen soll. Rund 70 Prozent der Fläche des Landes Baden-Württemberg sind dem ländlichen Raum zuzuordnen, etwa 3,8 Millionen Menschen leben dort. Die nachhaltige Entwicklung und der ökologische Aspekt werden ab sofort im Mittelpunkt der Förderung stehen. Hier erkennt man eindeutig das grüne Profil der Landesregierung, die „durch den effizienten Einsatz von Ressourcen die natürlichen Lebensgrundlagen“ zu schonen versuche, wie der baden-württembergische Minister für ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Alexander Bonde, erläuterte.

    Die ökologische Ausrichtung ist in Zukunft bei kommunalen Vorhaben Fördervoraussetzung. Künftig muss unter dem Stichwort Umwelt- und Klimaschutz nachgewiesen werden, auf welche Art das Projekt einen aktiven Beitrag zum Ressourcenschutz leistet. Dazu zählen beispielsweise Energieeinsparung, die Nutzung Erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe, umweltfreundliche Bauweise sowie Wärmedämmmaßnahmen.

    Im Bereich Wohnen liegt der Fokus außerdem auf dem Flächenverbrauch und der Stärkung der Ortskerne: Umnutzungen erhalten aufgrund des geringeren Flächenverbrauchs eine höhere Priorität als Modernisierungen, Neubauten sind nachrangig. Bei der Modernisierung von Altbauten sei ein verbesserter Wärmeschutz ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl der Förderprojekte. 

    Ob das Land es schaffen wird, die Vorstellungen des Landwirtschaftsministers Bonde tatsächlich umzusetzen und nur grüne Projekte zu fördern, wird sich zeigen. Die Opposition befürchtet bei dieser „Verbotspolitik“ die Einführung einer grünen Planwirtschaft, die dem ländlichen Raum nachhaltig schaden könnte.

    Hintergrund:
    Das ELR ist ein kommunales Förderprogramm, das mit Zuschüssen und Darlehen private, gewerbliche und kommunale Investitionen fördert, die im Rahmen eines örtlichen Entwicklungskonzeptes zu einer Strukturverbesserung des Ortes führen. Fördermöglichkeiten für private Investoren bestehen für die Schaffung von Wohnraum innerhalb der alten Ortslage durch Umnutzung vorhandener Gebäude, durch die ortsbildgerechte Neubebauung sowie durch Maßnahmen zur Schaffung von zeitgemäßen Wohnverhältnissen.

    Hier finden Sie weitere Informationen zum Thema ELR

  • 26/07/2011

    Bundesrat: Keine Steuererleichterung für energetische Wohngebäudesanierung

    Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause den Atomausstieg und die Energiewende weitgehend abgesegnet. Nur dem Gesetz zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden versagte er vorerst die Zustimmung.

    Laut Gesetzentwurf der Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP sollten entsprechende Maßnahmen an Gebäuden, die vor 1995 errichtet wurden, gefördert werden. Voraussetzung für die Förderung: Mit der Sanierung muss der Energiebedarf erheblich verringert werden. Die Förderung hätte nach der in dem Entwurf enthaltenen Schätzung 2013 zu jährlichen Steuermindereinnahmen von 150 Millionen Euro geführt, die sich bis 2016 auf 600 Millionen Euro erhöht hätten.

    Bei vermieteten Wohngebäuden sollten Maßnahmen gefördert werden, „mit denen insbesondere erreicht wird, dass das Gebäude einen Primärenergiebedarf von 85 Prozent eines zum Zeitpunkt des Beginns der Maßnahme vergleichbaren Neubaus nicht überschreitet“, heißt es in der Begründung des Gesetzentwurfs. Die erhebliche Verringerung des Energiebedarfs eines Gebäudes ist durch das Gutachten eines Sachverständigen nachzuweisen, heißt es in dem Entwurf. Das Bundeskabinett hatte den Gesetzentwurf, der zum 1. Januar 2012 in Kraft treten sollte, am 6. Juni im Rahmen des Energiekonzeptes beschlossen. Der Bundestag hatte dem Entwurf am 30. Juni zugestimmt.

    Bei den Ländern stieß der Vorschlag einer Steuererleichterung für energetische Wohngebäudesanierung insbesondere wegen der zu erwartenden Steuerausfälle auf Kritik. Nach Angaben des Bundesrates hätte das für die Länder Einnahmeverluste von etwa 900 Millionen Euro zur Folge gehabt. Diese müsse der Bund ausgleichen.

    Ob der Start in die angestrebte Energiewende gelungen ist, sei dahingestellt. Die Bundesregierung plant, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 Prozent und bis 2050 um mindestens 80 Prozent zu senken. 40 Prozent der Energie wird in Deutschland für das Wohnen verbraucht. Bis 2050 soll dieser Bedarf an Primärenergie um 50 Prozent gesenkt werden. Dies ist nur zu erreichen, wenn überall massiv auf Energiesparen und Energieeffizienz gesetzt wird. Welcher politische Kompromiss ausgehandelt wird, wird sich in den nächsten Monaten zeigen. Die Bundesregierung und der Bundestag haben nun die Möglichkeit, den Vermittlungsausschuss anzurufen.

    Lesen Sie hier den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur steuerlichen Förderung von energetischen Sanierungsmaßnahmen an Wohngebäuden.

  • 18/07/2011

    Nordrhein-Westfalen: Großes Potenzial für Kraft-Wärme-Kopplung

    Nordrhein-Westfalen bietet einer neuen Studie zufolge hervorragende Voraussetzungen für den stärkeren Ausbau von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK).

    Kraft-Wärme-Kopplung gilt als Technologie der Zukunft. Die gleichzeitige Erzeugung von Wärme und Elektrizität erfordert jedoch eine geeignete Wärmesenke, um die hohe Effizienz der Erzeugung voll ausnutzen zu können. Nicht jeder Standort ist hierfür gleichermaßen geeignet. Eine neue Studie im Auftrag des NRW-Klimaschutzministeriums zeigt, dass NRW dieses Potenzial besitzt. Mit 4.300 Kilometern Wärmeleitungen und mehr als 90.000 Hausstationen hat Nordrhein-Westfalen das dichteste und leistungsfähigste Nah- und Fernwärmenetz in Europa. Die in diese Netze eingespeiste Wärme wird zurzeit zu 82 Prozent durch KWK erzeugt. Und dennoch existieren in diesem Bereich noch erhebliche Ausbaumöglichkeiten.

    Die Autoren der Studie kommen zum Ergebnis, dass Nordrhein-Westfalen über ein wirtschaftliches KWK-Potenzial von 75 Milliarden kWh im Jahr verfügt. Damit wäre eine Verdoppelung des Anteils der Kraft-Wärme-Kopplung in NRW möglich. Laut Studie könnten mit der gleichzeitigen Produktion von Strom und Wärme grundsätzlich 35 Prozent der CO2-Emissionen und ein ebenso großer Anteil an Rohstoffen eingespart werden. Wer die Energiewende beschleunigen will, kann auf dieses enorme Potenzial nicht verzichten.

    Werden auch ländliche Gebiete bei gestärkter KWK-Förderung berücksichtigt? Die Studie ist in dieser Frage sehr deutlich: Die Autoren belegen, dass die KWK vor allem in Großstädten und sonstigen Ballungsräumen eine wirtschaftliche Option ist. Rund zwei Drittel des wirtschaftlichen Potenzials entfallen auf Städte mit mehr als 150.000 Einwohnern. Gerade die dicht besiedelten Ballungsräume an Rhein und Ruhr sind am besten geeignet, um Energie effizient einzusetzen. Hier liegen Industrie und Wohn- oder Bürogebäude nah beieinander, wodurch die Wärme einfacher zu den Verbrauchern transportiert werden kann.

    Dagegen seien neue Fernwärmenetze für kleinere Kommunen in der Regel keine wirtschaftliche Lösung. Hier böten sich vielmehr einzelne KWK-Projekte an, zum Beispiel bei größeren Gewerbe- oder Dienstleistungsobjekten.

    Laut NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90 / Die Grünen) sollen bis zum Jahr 2015 insgesamt 250 Millionen Euro aus Landes- und EU-Mitteln für den KWK-Ausbau ausgegeben werden. Mit Spannung kann erwartet werden, inwiefern der ländliche Raum in NRW bei künftiger KWK-Förderung berücksichtigt wird.

    Für Sie zum Download: „Potenzialerhebung von Kraft-Wärme-Kopplung in Nordrhein-Westfalen“

  • 08/07/2011

    Brandenburg: Entscheidungen zur Energiestrategie und Klimaschutzzielen stehen aus

    In Hinblick auf den Anteil der Erneuerbaren Energien am gesamten Energieverbrauch ist Brandenburg Spitze in der Bundesrepublik: Mit 16 Prozent ist das für 2020 formulierte 20-Prozent-Ziel bereits jetzt beinahe erreicht. So könnte Brandenburg auch Vorreiter bei der Umstellung auf 100 Prozent Erneuerbare Energien werden. Dazu müsste aber die Akzeptanz in der Bevölkerung gegenüber Wind- oder Solarparks erhöht werden. Auch gegen Biomasseanlagen formieren sich inzwischen vielerorts massive Proteste.

    Der rot-roten Regierung ist die schwierige Lage bezüglich der Energiestrategie für die Übergangszeit durchaus bewusst. Im aktuellen Bericht zu Energiestrategie und Klimaschutz ist die Rede von der „Gefährdung“ des weiteren Ausbaus Erneuerbarer Energien im Land, „Nutzungskonkurrenzen“, „unzureichenden Netzkapazitäten“ und dem „langfristig wenig planbaren Förderumfeld“ für Wind-, Solar- oder Biomasseanlagen. Der dem Landtag vorgestellte Zwischenbericht der Regierung und Kommentare einzelner Oppositionspolitiker machen es deutlich: Der optimale Weg der künftigen Entwicklung Brandenburgs in Sachen Energiegrundversorgung und Klimaschutz wurde noch nicht gefunden.

    Geht man vom Prinzip der Preisstabilität, Versorgungssicherheit und Sozialverträglichkeit aus, wird Brandenburg noch lange auf Braunkohle als Brückentechnologie angewiesen sein. Allerdings sollen die klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen von heute 56 auf 22,8 Millionen Tonnen in 2030 gesenkt werden. Das ist nur mithilfe von neuen CCS-Braunkohlekraftwerken möglich, bei denen das bei der Energieproduktion auffallende Kohlendioxid abgetrennt und unterirdisch gelagert werden soll. Trotz grundsätzlicher Unterstützung sieht aber selbst die rot-rote Regierung inzwischen keine Chance mehr, die umstrittene CCS-Technologie im Lande umzusetzen.

    Die Konsequenzen sind kontrovers: Entweder wird man auf die bisherigen Kohlendioxidausstoß-Ziele für 2030 verzichten oder ohne CCS-Technologie aus der Braunkohleverstromung komplett aussteigen oder weitere Ideen mit Gaskraftwerken entwickeln müssen. Wir werden Sie auf dem Laufenden halten, wofür sich Brandenburg entschieden hat, wenn die Energiestrategie 2030 Ende des Jahres vorgelegt wird.
  • 17/06/2011

    Baden-Württemberg: Koalitionsvertrag 2011-2016

    Bundestagsabgeordnete Alexander Bonde ist ein anerkannter Experte für Haushalt und Finanzen. Jetzt darf er sein Wissen und Können als Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz in Baden-Württemberg anwenden und unter anderem über die Vergabe von EU-Fördermitteln und die Verteilung von Strukturmitteln entscheiden. Der am 9. Mai 2011 unterzeichnete grün-rote Koalitionsvertrag steht unter dem Motto „Der Wechsel beginnt“. Der grüne Anteil an der Koalition und nicht zuletzt Minister Bonde haben in den Koalitionsverhandlungen erreicht, dass das Agrarministerium in Baden-Württemberg nicht abgeschafft wird und Mittel für die Landwirtschaft ungekürzt bleiben: Ländliche Räume umfassen in Baden-Württemberg rund 70 Prozent der Landesfläche und ein Drittel der Bevölkerung.

    Ländliche Räume

    Der neue Koalitionsvertrag widmet der künftigen Entwicklung der ländlichen Räume ein ganzes Kapitel, beschränkt sich dabei allerdings nur auf die traditionellen Bereiche der Land- und Forstwirtschaft, Standards für eine bessere landwirtschaftliche Praxis und Tierschutz. Allgemeine Ausrichtung: mehr Nachhaltigkeit für ländliche Strukturen.

    Baden-Württemberg soll zu 100% gentechnikfrei sein.
     
    Eine konsequente Naturschutzstrategie soll entwickelt und Mittel dazu aufgestockt werden.
     
    Für die Probleme des demografischen Wandels, für den Erhalt der Wertschöpfung, Arbeitsplätze und Infrastrukturen sollen die ELER-Mittel (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes) eingesetzt werden, konkrete Maßnahmen werden allerdings nicht vorgeschlagen.
     
    Die Nutzung Erneuerbarer Energien soll weiter aktiv vorangetrieben werden.
     
    Offen bleibt die Frage, wie ländliche Räume als Energieverbraucher betrachtet werden, z.B. im Bereich des Energiemanagements kommunaler Gebäude oder bei der Straßenbeleuchtung.

    Energiepolitik

    In Bezug auf die Energiepolitik wird ein möglichst schneller Ausstieg aus der Atomenergie und eine bessere Nutzung der Energieeffizienzpotenziale angestrebt. Dafür soll ein speziell zugeschnittenes Förderprogramm für kleine und mittelständische Unternehmen sowie den privaten Sektor im Bereich der Energieeffizienz entwickelt werden.

    Ziel: Bis 2020 sollen Erneuerbare Energien die zentrale Bedeutung bei der Stromerzeugung spielen.
     
    Die Windenergie soll die tragende Säule werden. Die Windkraft soll zwischen Main und Bodensee kräftig ausgebaut werden. Ziel ist es, dass bis zum Jahr 2020 rund ein Zehntel des Stroms aus Windenergie erzeugt wird. Dazu soll das Landesplanungsgesetz geändert werden.
     
    Möglichst viele bestehende Biogasanlagen sollen nachträglich eine Wärmenutzung oder Gasnetzeinspeisung erreichen können.

    In einer Pressemitteilung hat Minister Bonde die Ausrichtung des vom Bundesumweltministerium vorgelegten Entwurfes zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) v.a. im Bereich Biogas kritisiert. Der Ausbau der Erneuerbaren Energien müsse in der Fläche stattfinden. Mit dem geplanten System würden kleinere landwirtschaftliche Biogasanlagen benachteiligt.

     „Der Bundesumweltminister setzt einseitig auf die Förderung von Großanlagen. Das ist eindeutig der falsche Akzent und schadet dem Ziel, den Ausbau erneuerbarer Energien voranzubringen. Die Konzentration der Förderung auf Großanlagen ist daher energiepolitisch wie strukturpolitisch völlig falsch. Gerade in kleinteiligen landwirtschaftlichen Strukturen wie in Baden-Württemberg mit vielen bäuerlichen Familienbetrieben liegt eine große Chance, Biogas nachhaltig und in einer Weise zu produzieren, die die Gegebenheiten vor Ort berücksichtigt“, so der Minister.

    Mehrfach erwähnt werden die Bedeutung der Biomasse und ihr geplanter (ökologisch verträglicher) Ausbau.
     
    Das Potenzial der Photovoltaik soll über das EEG hinaus durch geeignete Rahmenbedingungen im Land stärker voran gebracht werden. Geeignete landeseigene bzw. mit Landesmitteln geförderte Dachflächen sollen vorrangig für Bürgersolaranlagen zur Verfügung gestellt werden.
     
    Über eine Bundesratsinitiative wird in Baden-Württemberg eine Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) angestrebt. Diese soll „die nötigen finanziellen Anreize setzen, Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in allen Größenklassen zu errichten."
     
    Das Programm zur Förderung von Bioenergiedörfern und Bioenergiewettbewerb wird weiterentwickelt.
    Die Förderung dezentraler Energieversorgung und energieautarker Orte wirft allerdings die Frage auf, ob alle Ortschaften in Baden-Württemberg tatsächlich dafür geeignet sind, diesen ambitionierten Forderungen nachzugehen.
     
    Die Solarthermie soll als wichtiger Baustein für die Wärmeerzeugung weiter entwickelt werden.
     
    Auch soll ein Cluster „Solartechnologiestandort Baden-Württemberg“ entstehen.

    Hier geht's zum Koalitionsvertrag des Landes Baden-Württemberg "Der Wechsel beginnt".

  • 25/05/2011

    Laut B.A.U.M. ist Energieeffizienz eine wichtige „Brückentechnologie“ bei der Umstellung auf Erneuerbare Energien

    In der Diskussion über die langfristigen Lösungen zur Energieversorgung im Falle des Atomausstiegs werden die Erneuerbaren Energieträger als die Energiequelle genannt, durch die die wegfallenden Kapazitäten der Atomkraftwerke kompensiert werden können. Die Experten des Bundesdeutschen Arbeitskreises für Umweltbewusstes Management B.A.U.M. beschäftigen sich in ihrem „Positionspapier zum möglichen Einstieg in den Ausstieg aus der Atomindustrie“ mit der Frage der praktischen Umsetzung in der Zwischenzeit, bis die Infrastruktur im notwendigen Umfang geschaffen wurde.

    Sie richten sich an Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und jeden einzelnen Bürger mit der Aufforderung, die drei großen E zu beachten:

    Energieeffizienz: Einsparpotenziale von 30-50 Prozent seien durch den Einsatz energieeffizienter Technologien möglich.
     
    Energie sparen: Durch die Änderung des Nutzungsverhaltens könne ein beträchtlicher Teil des Stroms eingespart werden.
     
    Erneuerbare Energien: Der Anteil der Erneuerbaren Energien an der Stromproduktion liegt derzeit bei nur 16,8 Prozent. Neben anderen Quellen betont das Positionspapier besonders große Potenziale im Bereich der Blockheizkraftwerke mit Kraftwärmekopplung.

    Das Papier beschäftigt sich mit möglichen und realistischen Einsparpotenzialen bei Unternehmen und in Privathaushalten und kommt zum Ergebnis, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren 30 Prozent des Energieverbrauchs und Energiekosten reduziert werden könnten.

    Für Sie zum Download: "Positionspapier zum möglichen Einstieg in den Ausstieg aus der Atomindustrie".

  • 12/04/2011

    EU-Kommission beschließt Klima- und Energieeffizienz-Fahrplan

    Die Europäische Kommission hat am 8. März zwei für die europäische Klima- und Energiepolitik zentrale Programme verabschiedet:

    -          den „Fahrplan für eine kohlenstoffarme Wirtschaft in 2050“ und
    -          den „Energieeffizienzplan 2011“.

    In ihrem Klimaschutz-Fahrplan beschreibt die Kommission einen Pfad, um die europäischen Klimaziele zu erreichen. Danach sind Emissionsminderungen innerhalb der europäischen Grenzen von 25 Prozent bis 2020, 40 Prozent bis 2030 und 60 Prozent bis 2040 die ökonomisch effizienten Zwischenziele, um bis 2050 eine Emissionsminderung von mindestens 80 Prozent gegenüber 1990 zu realisieren.

    In ihrem Energieeffizienzplan strebt die Kommission eine Effizienzverbesserung von 20 Prozent bis 2020 an. Seit März 2011 liegt ein erstes Paket von Vorschlägen hierzu vor, das alle Sektoren einschließt. Nach dem vorliegenden Plan hat die öffentliche Hand eine wichtige Vorreiterrolle. Die staatliche Nachfrage soll dabei helfen, effiziente Produkte und Dienstleistungen schnell im Markt zu platzieren. Der Energieeffizienzplan der Kommission hebt dies besonders bei der Sanierung öffentlicher Gebäude hervor, doch auch bei der öffentlichen Vergabe fordert er Effizienzstandards.

    Die Bundesregierung werde sich im Rahmen der nun folgenden Diskussionen im Kreis der Mitgliedstaaten für klarere Zielsetzungen wie zum Beispiel einen eindeutigen Sanierungsfahrplan für den gesamten Gebäudebestand sowie anspruchsvolle und dem fortgeschrittenen Stand der technischen Entwicklung entsprechende Energieeffizienz-Standards und eine transparentere Kennzeichnung energieeffizienter Produkte einsetzen.

               „Energieeffizienzplan 2011“
  • 28/03/2011

    Das Bundeslandwirtschaftsministerium eröffnet Dialog für eine Charta für Landwirtschaft und Verbraucher

    Bundesministerin Ilse Aigner sucht den Schulterschluss von Agrarwirtschaft, Verbrauchern und Politik. Ausgehend von einer Vielzahl politischer, sozialer, ökologischer und auch wirtschaftlicher Herausforderungen und Handlungszwängen für den Agrarsektor hat das Bundesministerium eine Dialogreihe gestartet, bei der sowohl Experten als auch Bürger diskutieren und ihre Meinung zu den verschiedenen Themenfeldern äußern können.

    Um die Zielkonflikte der Landwirtschaft zwischen Rentabilität, Klima- und Umweltschutz sowie Verbraucherinteressen überwinden zu können soll am Ende des Diskussionsprozesses eine Charta, also eine Art Satzung bzw. Selbstverpflichtung, entstehen, die als gemeinsames Leitbild für die Agrarwirtschaft und Politik dienen kann. Dafür möchte das Ministerium ein möglichst breites Meinungsbild erstellen.

    Neben insgesamt vier Expertenworkshops zu den Themen „Umwelt und Landwirtschaft“, „Tierhaltung“, „Ernährungssicherung und Weltagrarhandel“ sowie „Lebensmittel“ gibt es ein Forum für interessierte Bürger auf der Webseite des Bundeslandwirtschaftsministeriums, um eine breite gesellschaftliche Debatte zu diesen Themenbereichen zu fördern. Die Moderatoren sollen die Beiträge bündeln und sie in die jeweiligen Workshops-Arbeitsgruppen weiterleiten. Dadurch soll gewährleistet werden, dass die Äußerungen von Bürgern, Verbrauchern, Landwirten, allen gesellschaftlichen Gruppen in den Prozess der Entstehung der Charta mit einbezogen werden. Ob und in welcher Form sich die einzelnen Beiträge des Online-Forums in der Charta wiederfinden werden, bleibt abzuwarten. Auf der Webseite kann man bis jetzt nur ausgewählte Beiträge ansehen.

    Die erarbeiteten Ergebnisse des ersten Workshops aus dieser Reihe sind noch nicht ersichtlich. Der Workshop fand am 15. März in Berlin mit rund 70 Teilnehmern statt und widmete sich dem Thema „Umwelt“. Zum Auftakt der Diskussionsreihe wurde geplant, über Emissionen aus der Landwirtschaft, Biodiversität, Flächenknappheit und Flächenverluste sowie Klimaschutz zu debattieren. Die Ergebnisse dieses Workshops werden voraussichtlich Mitte April auf der Webseite veröffentlicht.

    Die vier Workshops werden in eine Abschlussveranstaltung am 25. Oktober 2011 münden, die ein Grundlagenpapier verabschieden soll. Aufbauend darauf wird durch das Ministerium eine „Charta für Landwirtschaft und Verbraucher“ entwickelt, die eine Orientierungshilfe für die künftige Politik sein soll. Eine öffentliche Abstimmung zu dem Charta-Text ist nicht vorgesehen.
  • 15/03/2011

    „Jede bisherige KWK-Förderung war ungenügend” – Interview mit Prof. Wolfgang Mauch

    In einem Interview für den FREE-Newsletter äußert sich Prof. Wolfgang Mauch von der Forschungsstelle für Energiewirtschaft e.V. zur Kraft-Wärme-Kopplung im ländlichen Raum. Darin stellt er unter anderem fest, dass die bisherige KWK-Förderung nicht ausreichend war.

    Lesen Sie hier das vollständige Interview.

  • 01/03/2011

    Newsletter Nr. 1/2011 erschienen

    Der neue FREE-Newsletter ist erschienen! Titelthema der Ausgabe 1/2011 ist Kraft-Wärme-Kopplung im ländlichen Raum - Energieversorgung der Zukunft?

    Lesen Sie im aktuellen Heft ein Interview mit Prof. Wolfgang Mauch zur Kraft-Wärme-Kopplung und Case Studies zu Anwendungsmöglichkeiten für KWK im ländlichen Raum. Außerdem präsentieren wir Ihnen einen Länderbericht über unseren nördlichen Naachbarn Dänemark und stellen das Thema Schwarmstrom vor.

    Hier geht's zum aktuellen Newsletter.
  • 15/02/2011

    „Der Biomasse-Hype wird bald an seine Grenzen stoßen” – Interview mit Prof. Rainer Luick

    In einem Interview für den FREE-Newsletter äußert sich Prof. Rainer Luick von der Hochschule für Forstwirtschaft Rottenburg zur Zukunft der Energiegewinnung durch Biomasse und nachwachsende Rohstoffe im ländlichen Raum. Darin stellt er unter anderem fest, dass der Bio-Masse-Hype der letzten Jahre bald an seine Grenzen stoßen wird.

    Lesen Sie hier das vollständige Interview.
  • 01/02/2011

    Newsletter Nr. 2/2010 erschienen

    Der zweite FREE-Newsletter ist Ende des Jahres erschienen! Titelthema der Ausgabe 2/2010 ist die Energieproduktion in ländlichen Räumen – gestern und morgen.

    Lesen Sie im aktuellen Heft unter anderem einen Bericht über unkonventionelles Gas sowie ein Interview mit Prof. Rainer Luick zur Zukunft der Energiegewinnung in ländlichen Räumen. Lesen Sie außerdem eine Studie zur Situation der ländlichen Räume in unserem östlichen Nachbarstaat Polen.

    Hier geht's zum aktuellen Newsletter.
  • 15/01/2011

    „Kreativität beim Entwickeln des Eigenen ist gefragt” – Interview mit Prof. Birgit Franz

    In einem Interview für den FREE-Newsletter äußert sich Prof. Birgit Franz von der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst zur Zukunft historischer Bauten in ländlichen Regionen. Darin stellt sie unter anderem fest, dass Kreativität gefragt ist, wenn es um das Enwtickeln des Eigenen geht.

    Lesen Sie hier das vollständige Interview.
  • 01/01/2011

    Newsletter Nr. 1/2010 erschienen

    Die erste Ausgabe des deutschen FREE-Newsletters ist erschienen! Titelthema der Ausgabe sind die Herausforderungen für ländliche Räume in Europa.

    Lesen Sie im Heft ein Interview mit Prof. Birgit Franz zur zur Zukunft historischer Bauten in ländlichen Regionen. Außerdem präsentiert der Newsletter eine Länderstudie über Irland und widmet sich ausführlich dem Thema Biomasse.

    Hier geht's zur aktuellen Ausgabe.
  • 11/05/2010

    Beschäftigungszahlen im Landwirtschaftssektor zwischen 2000 und 2009 um 25% gesunken. Rückgang des Einkommens in der Landwirtschaft um 11,6% im Jahr 2009.

    Zwischen 2000 und 2009 ist die Zahl der Beschäftigten im Landwirtschaftssektor der EU-27 laut einem heute veröffentlichten EUROSTAT-Bericht um 25% zurückgegangen, das entspricht 3,7 Millionen Vollzeitstellen. In der EU-15 fiel sie um 17% und in den 12 neuen Mitgliedstaaten um 31%.

    Im Jahr 2009 gab es in der EU-27 im Landwirtschaftssektor 11,2 Millionen Vollzeitstellen; 5,4 Millionen davon in der EU-15 und 5,8 Millionen in den 12 neuen Mitgliedstaaten.

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  • 06/05/2010

    Öffentliche Anhörung „Hin zu einer neuen Energiestrategie für Europa 2011-2020” gestartet

    Die Europäische Kommission hat heute eine öffentliche Anhörung zum Bestandsaufnahmedokument „Hin zu einer neuen Energiestrategie für Europa 2011-2020" gestartet. Wir freuen uns auf Ihre Ansichten zu diesem Dokument, das in die Erarbeitung einer neuen Energiestrategie einfließen wird, die die Kommission Anfang nächsten Jahres verabschieden möchte. Die Konsultation läuft bis zum 2. Juli 2010.

    Konsultationszeitraum: 07.05.2010 – 02.07.2010

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  • 04/05/2010

    Ausschuss der Regionen führt einzigartige Datenbank zu lokalen Klimaaktionen ein

    Am 4. Mai 2010 hat der Ausschuss der Regionen eine neue Initiative eingeführt, die dabei helfen wird, dass Unterzeichner des Konvents der BürgermeisterInnen ihre Verpflichtung zur Senkung der Treibhausgasemissionen in die Tat umsetzen können. Denn lokale Führungskräfte treiben die Pläne voran, trotz des vergeblichen Versuchs von Kopenhagen den Klimawandel in Angriff zu nehmen.

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  • 12/04/2010

    Die Zukunft der europäischen Landwirtschaftspolitik – Aufruf zu einer öffentlichen Debatte

    Der europäische Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Dacian Cioloş, startete eine öffentliche Debatte zur Zukunft der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP). Die Debatte soll Themen wie die Zukunft der GAP und ihre Ziele, Grundsatzfragen und Beiträge zur „Europa 2020"-Strategie ansprechen. Alle interessierten EU-Bürger und Organisationen können an der Debatte teilnehmen und ihre Haltung zur GAP bis Ende Juni 2010 vorbringen.

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